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Pilzsaison im Odenwald: Wann wachsen Steinpilze, Pfifferlinge & Co.?

Wann beginnt die Pilzsaison im Odenwald? Wann kommen die Steinpilze? Und lohnt es sich aktuell überhaupt, mit dem Pilzkorb in den Wald zu gehen?

Diese Fragen erreichen mich jedes Jahr wieder und leider lassen sie sich nicht mit einem festen Datum beantworten. Pilze halten sich nicht an unseren Kalender. Ob und wann sie Fruchtkörper bilden, hängt unter anderem von Niederschlag, Bodenfeuchtigkeit, Temperatur, Standort und natürlich von der jeweiligen Pilzart ab.

Wer Pilze nicht nur suchen, sondern ihre Lebensweise verstehen möchte, sollte deshalb den gesamten Lebensraum betrachten: den Boden, die Bäume, die Witterung und das, was in den vergangenen Wochen passiert ist.

Wann ist Pilzsaison im Odenwald?
Wann ist eigentlich Pilzsaison im Odenwald? In einem sauren Nadelwald wie diesem ist die Artenvielfalt häufig im Herbst besonders groß.

Aktuelle Pilzlage im Odenwald:

Stand: August 2026

Aktuell ist es im Odenwald ausgesprochen trocken. Seit vielen Wochen fehlt ergiebiger Regen und das macht sich auch beim Pilzwachstum deutlich bemerkbar. Zwar lassen sich immer mal wieder vereinzelt Pilze entdecken, aber mit nennenswerten Speisepilzfunden ist derzeit kaum zu rechnen.

Wer momentan mit der Erwartung in den Wald geht, einen gut gefüllten Pilzkorb mit nach Hause zu bringen, dürfte daher eher enttäuscht werden.

Damit sich die Situation verändert, müssen die derzeit stark ausgetrockneten Waldböden ausreichend Wasser aufnehmen. Ein einzelner kurzer Regenschauer reicht nach einer langen Trockenperiode meist nicht aus. Und selbst nach ergiebigem Regen stehen nicht automatisch am nächsten Tag die Steinpilze oder andere Speisepilze im Wald.

Das im Boden oder Holz lebende Pilzgeflecht – das sogenannte Myzel – benötigt passende Bedingungen, bevor es Fruchtkörper bildet. Wann und wie stark das geschieht, lässt sich bis heute nicht exakt vorhersagen.

Vertrockneter Pilz
Mit etwas Glück findet man aktuell vereinzelt Pilze – aber meist mit Trockenschaden.

Wie es aktuell um die Bodenfeuchte bestellt ist, zeigt der Dürremonitor Deutschland des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung. Die Karten bieten eine tagesaktuelle, modellbasierte Einschätzung der Dürresituation im Ober- und Gesamtboden.

Wann beginnt die Pilzsaison im Odenwald?

Eigentlich ist der Begriff „Pilzsaison“ etwas irreführend, denn Pilze gibt es nicht nur im Herbst. Je nach Art können wir zu ganz unterschiedlichen Jahreszeiten Fruchtkörper entdecken. Es gibt typische Frühlings-, Sommer-, Herbst- und sogar Winterpilze.

Auch reine Speisepilzsammler können in den eher „untypischen“ Jahreszeiten Pilze finden. So finden sich unter anderem im Frühling die begehrten Morcheln, im Sommer beispielsweise Sommersteinpilze und Pfifferlinge sowie im Winter Judasohren und Austernseitlinge.

Die größte Artenvielfalt zeigt sich bei uns häufig vom Spätsommer bis in den Herbst. Deshalb verbinden die meisten Menschen vor allem August, September und Oktober mit dem Pilzesammeln.

Wann die Hauptsaison tatsächlich beginnt, kann von Jahr zu Jahr erheblich schwanken. Ein regenreicher Sommer kann schon früh für interessante Pilzvorkommen sorgen. Nach langen Trockenperioden kann sich das Pilzwachstum dagegen deutlich nach hinten verschieben oder regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Der Kalender gibt uns deshalb nur eine grobe Orientierung.

Warum ist Regen für Pilze so wichtig?

Das, was wir im Wald als Pilz wahrnehmen, ist nur der sichtbare Fruchtkörper. Der eigentliche Pilz lebt als weitverzweigtes, feines Geflecht verborgen im Boden oder im Holz. Dieses Geflecht wird Myzel genannt.

Unter geeigneten Bedingungen bildet das Myzel die sichtbaren Fruchtkörper. Für diese Entwicklung spielt Feuchtigkeit eine wichtige Rolle. Aber die einfache Formel

Regen = Pilze

funktioniert trotzdem nicht.

Nach wochenlanger Trockenheit muss zunächst genügend Wasser in die Tiefenschichten des Waldbodens gelangen. Zusätzlich spielen die anschließenden Temperaturen, die Bodenverhältnisse, vorhandene Baumarten und die Ansprüche der jeweiligen Pilzart eine Rolle.

Deshalb kann ein Waldstück bereits zahlreiche Pilze hervorbringen, während es nur wenige Kilometer entfernt noch ausgesprochen ruhig aussieht. Niederschläge sind oft sehr lokal, und auch die Böden speichern Wasser unterschiedlich gut.

Hier im Lautertal haben wir sehr lehmigen Boden. Es dauert lange, bis er richtig trocken ist. Aber ist dies einmal der Fall, ist der Boden so hart und fest, dass es auch lange dauert, bis das Wasser durchdringen kann, anstatt oberflächlich einfach abzulaufen. In Lorsch wiederum sind die Böden vielerorts deutlich sandiger. Dort kann Niederschlag zwar schneller versickern, die Feuchtigkeit wird aber auch wesentlich schlechter gespeichert.

Pfifferlinge benötigen Regen.
Auch Pfifferlinge leben in Gemeinschaft mit Bäumen. Pilze wie diese Pfifferlinge benötigen ausreichend Feuchtigkeit und geeignete Temperaturen.

Wann wachsen Steinpilze im Odenwald?

Der Steinpilz gehört zu den bekanntesten und begehrtesten Speisepilzen. Sommersteinpilze können, wie der Name schon sagt, bereits im Sommer auftreten. Besonders häufig werden Pilze der Gattung Boletus jedoch im Spätsommer und Herbst gefunden – vorausgesetzt, Feuchtigkeit und Temperaturen passen.

Wer Steinpilze finden möchte, sollte allerdings nicht nur auf das Wetter achten.

Steinpilze leben in einer Mykorrhiza, also einer Lebensgemeinschaft mit bestimmten Bäumen. Pilz und Baum stehen dabei in einem engen Austausch.

Deshalb ist eine der wichtigsten Fragen bei der Pilzsuche nicht:

„Wo wurde gestern ein Steinpilz gefunden?“

Sondern:

„Welche Bäume stehen hier und welche Pilze können mit ihnen zusammenleben?“

Je nach Steinpilzart und Standort kommen beispielsweise Buchen, Eichen, Fichten oder Kiefern als Partner infrage.

Wer solche Zusammenhänge versteht, lernt nach und nach, einen Wald mit anderen Augen zu betrachten.

Steinpilze im Odenwald
Steinpilze bilden mit bestimmten Bäumen eine Mykorrhiza. Deshalb ist bei der Suche nicht nur das Wetter, sondern auch der Baumbestand wichtig.

Wann wachsen Pfifferlinge?

Auch Pfifferlinge gehören zu den beliebtesten Speisepilzen Deutschlands. Sie können ebenfalls bereits im Sommer erscheinen und bei geeigneten Bedingungen über einen längeren Zeitraum Fruchtkörper bilden.

Wie Steinpilze leben auch Pfifferlinge in Gemeinschaft mit Bäumen. Deshalb lohnt sich auch bei der Pfifferlingssuche der Blick auf den gesamten Lebensraum:

  • Gab es in den vergangenen Wochen ausreichend Regen?
  • Welche Baumarten wachsen dort?
  • Wie sieht der Boden aus?
  • Wie feucht ist der Standort?
  • Welche Vegetation ist vorhanden?

Mit zunehmender Erfahrung werden genau solche Beobachtungen wichtiger als die Suche nach vermeintlichen „Geheimstellen“.

Pfifferlinge im Eichenwald
Auch Pfifferlinge leben in Gemeinschaft mit Bäumen. Für ihr Vorkommen sind daher nicht nur Niederschlag und Temperatur entscheidend.
Pfifferlinge sicher erkennen

Wie du Echte Pfifferlinge bestimmst und von möglichen Verwechslungspartnern unterscheidest, erfährst du in meinem Beitrag: Pfifferlinge erkennen – Merkmale und Verwechslungen

Welche Pilze wachsen im Sommer?

Bereits im Sommer können zahlreiche Pilzarten erscheinen. Je nach Witterung und Standort finden wir dann unter anderem:

  • Röhrlinge wie der Sommersteinpilz oder der Flockenstielige Hexenröhrling
  • Täublinge wie der Frauentäubling, der Pfirsischtäubling oder der Grüngefelderte Täubling
  • Milchlinge wie der Brätling
  • Pfifferlingsartige wie der Echte Pfifferling oder der Blasse Pfifferling
  • Wulstlinge wie der Perlpilz
  • Holzbewohnende Pilze wie die Krause Glucke, der Eichhase oder Stockschwämmchen

Welche Arten tatsächlich erscheinen, unterscheidet sich von Jahr zu Jahr. Manche Pilze reagieren schneller auf Niederschläge, andere benötigen über einen längeren Zeitraum passende Bedingungen.

Und genau darin liegt ein wichtiger Punkt: Ein pilzarmer August bedeutet nicht automatisch, dass auch der gesamte Herbst pilzarm bleiben muss. Ausreichende und länger anhaltende Niederschläge können die Situation noch deutlich verändern.

September und Oktober: häufig besonders artenreich

Für Pilzinteressierte sind September und Oktober häufig besonders abwechslungsreich und deshalb die primäre Pilzsaison. Wenn Wetter und Bodenfeuchtigkeit passen, können innerhalb relativ kurzer Zeit zahlreiche Arten erscheinen.

Dabei sollte der Blick allerdings nicht ausschließlich auf Steinpilze und andere Speisepilze gerichtet sein. Die Pilzwelt ist wesentlich vielfältiger.

Manche Arten sind essbar, andere ungenießbar oder giftig. Einige leben mit Bäumen zusammen, andere bauen Holz oder anderes organisches Material ab. Wieder andere leben als Parasiten an geschwächten Pflanzen.

Erfahre mehr zum Thema holzzersetzende Pilze

Viele Pilzarten sind Verursacher der sogenannten Braun- oder Weißfäule. Erfahre in diesem Artikel mehr zum Thema: Holzfäule im Baum erkennen – holzzersetzende Pilze und ihre Gefahr

Wer sich näher mit Pilzen beschäftigt, stellt irgendwann nicht mehr nur die Frage:

„Kann man den essen?“

Mindestens ebenso spannend werden dann bald auch andere Fragen:

  • Welcher Pilz ist das?
  • Mit welchem Baum lebt er zusammen?
  • Warum wächst er gerade hier?
  • Welche Merkmale unterscheiden ihn von ähnlichen Arten?
  • Welche Aufgabe übernimmt er im Ökosystem?

Damit beginnt aus meiner Sicht das wirklich spannende Pilzesammeln.

Wo findet man Pilze im Odenwald?

Eine der häufigsten Fragen lautet: „Wo sind die guten Pilzstellen?“

Eine Liste mit „geheimen Fundstellen“ oder GPS-Koordinaten hilft langfristig allerdings wenig. Viel wertvoller ist es, zu verstehen, warum bestimmte Pilze an bestimmten Standorten wachsen.

Der Odenwald bietet sehr unterschiedliche Lebensräume. Laub-, Misch- und Nadelwaldbereiche treffen auf unterschiedliche Böden, Höhenlagen und kleinklimatische Bedingungen.

Wenn ich ein Waldstück betrachte, geht mein erster Blick deshalb häufig nach oben: Welche Bäume stehen hier?

Danach schaue ich auf den Boden: Welche Pflanzen wachsen dort? Ist der Boden eher trocken oder feucht? Liegt viel Laub oder Nadelstreu auf der Oberfläche? Ist Totholz vorhanden?

Erst danach kommen die Pilze hinzu. Mit der Zeit entsteht daraus ein Gesamtbild und genau dieses Wissen hilft auch in einem Wald, den man vorher noch nie besucht hat.

Finde heraus, was Bodenverhältnisse und Baumbestand mit dem Pilzvorkommen zu tun haben:

Wie Bodenverhältnisse und Baumbestand das Pilzvorkommen beeinflussen, erkläre ich ausführlicher in meinem Beitrag: Wie findet man Pilze? Warum Boden und Bäume oft wichtiger sind als Glück

Pilze nach Regen: Wie lange muss man warten?

Nach kräftigem Regen lässt sich nicht einfach eine bestimmte Zahl von Tagen abzählen, bis garantiert Steinpilze erscheinen.

Entscheidend ist unter anderem:

  • Wie trocken war der Boden zuvor?
  • Wie viel Regen ist tatsächlich gefallen?
  • Ist das Wasser in den Boden eingedrungen oder oberflächlich abgeflossen?
  • Welche Temperaturen herrschen anschließend?
  • Um welche Pilzart geht es?
  • Sind an diesem Standort überhaupt entsprechende Pilzmyzelien vorhanden?

Nach der aktuell langen Trockenperiode wird zunächst entscheidend sein, ob über einen längeren Zeitraum genügend Wasser in die Waldböden gelangt. Erst danach können wir beobachten, wie die Pilzwelt darauf reagiert.

Entscheidend ist nicht nur die gesamte Niederschlagsmenge, sondern auch, über welchen Zeitraum der Regen fällt. Länger anhaltender, mäßiger Regen kann ausgetrocknete Böden häufig besser durchfeuchten als ein kurzer heftiger Platzregen.

Gerade das macht aber zuverlässige Vorhersagen schwierig. Gleichzeitig ist genau diese Dynamik ein Grund dafür, warum die Beschäftigung mit Pilzen nie langweilig wird.

Pilze bestimmen: Warum eine App allein nicht ausreicht

Mit Beginn der Pilzsaison werden auch sogenannte Pilzbestimmungs-Apps wieder häufiger genutzt. Sie können erste Hinweise liefern oder Anregungen geben, mit welchen Arten man sich näher beschäftigen könnte.

Für die Entscheidung, ob ein Pilz essbar ist, sollte man sich jedoch niemals auf eine App oder die Bestimmung anhand eines Fotos verlassen.

Auch ich als Pilzsachverständige werde niemals anhand eines Fotos eine Verzehrfreigabe erteilen!

Bei einer seriösen Pilzbestimmung können zahlreiche Merkmale wichtig sein:

  • Hut und Hutoberfläche
  • Lamellen, Röhren, Leisten, Poren oder andere Strukturen
  • Stiel und vollständige Stielbasis
  • Verfärbungen bei Druck oder Verletzung
  • Sporenpulverfarbe
  • Geruch
  • Konsistenz
  • austretende Milch
  • Standort und Substrat
  • mögliche Begleitbäume
  • weitere artspezifische Merkmale

Nicht jedes Merkmal ist bei jeder Pilzart gleich wichtig. Gleichzeitig ist es oft die Kombination verschiedener Merkmale, die zum richtigen Ergebnis führt. Entscheidend ist, zu wissen, worauf bei der jeweiligen Pilzgruppe besonders geachtet werden muss.

Für Speisezwecke gilt immer: Verwende nur Pilze, deren Art und Speisewert zweifelsfrei geklärt sind und die sich in einem geeigneten Zustand befinden.

Wenn du dir nicht sicher bist, kannst du deine vollständigen, frischen Funde bei einer Pilzberatung beziehungsweise Korbkontrolle persönlich überprüfen lassen. Eine Verzehrfreigabe allein anhand eines Fotos ist nicht möglich.

Pilze finden lernen statt Fundstellen sammeln

Wer die Zusammenhänge zwischen Pilzen, Bäumen, Boden und Witterung versteht, kann auch in einem unbekannten Wald interessante Standorte erkennen. Genau darin liegt für mich der Unterschied zwischen Pilze suchen und Pilze verstehen.

Pilzwanderungen und Pilzkurse im Odenwald

Wenn du Pilze nicht nur finden, sondern besser verstehen und bestimmen lernen möchtest, kannst du mich bei einer Pilzwanderung oder einem Pilzkurs im Odenwald und an der Bergstraße begleiten.

Als geprüfte Pilzsachverständige der Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) vermittle ich Pilzwissen verständlich und direkt draußen im Lebensraum der Pilze.

Wir beschäftigen uns mit den Arten, die wir tatsächlich finden, betrachten wichtige Bestimmungsmerkmale, mögliche Verwechslungspartner und die ökologischen Zusammenhänge. Die Gruppen bleiben bewusst klein, damit genügend Zeit für Fragen und das gemeinsame Bestimmen bleibt.

Welche Pilze uns bei einem Kurs begegnen, lässt sich selbstverständlich nicht garantieren. Bei extremer Trockenheit kann es außerdem sinnvoll sein, einen Termin zu verschieben. Mir ist wichtig, dass vor Ort genügend Anschauungsmaterial vorhanden ist und der Kurs einen echten fachlichen Mehrwert bietet.

Pilzbestimmung nach Pilzwanderung
Bei einem Pilzkurs gibt es je nach Vorkommen viel zu sehen und zu lernen.

Wie ist die Pilzlage aktuell?

Die Pilzwelt verändert sich während der Saison teilweise innerhalb weniger Wochen erheblich.

Deshalb plane ich, zukünftig auf natur-rockt.de einen aktuellen Pilzticker für den Odenwald einzurichten. Dort möchte ich regelmäßig aus der Praxis berichten, wie die Situation im Wald aussieht und mit welchen Pilzgruppen aktuell zu rechnen ist.

Keine automatisierte Vorhersage und kein Versprechen auf volle Körbe, sondern eine Einschätzung auf Grundlage tatsächlicher Beobachtungen im Odenwald.

Wann beginnt die Pilzsaison im Odenwald?

Eine feste Pilzsaison gibt es nicht. Bereits im Frühjahr erscheinen erste Arten wie Morcheln. Bei ausreichender Feuchtigkeit können im Sommer Pfifferlinge, Täublinge und erste Röhrlinge folgen. Die größte Artenvielfalt zeigt sich meist zwischen Spätsommer und Herbst. Wann die Saison tatsächlich beginnt, hängt jedoch stärker vom Wetter und von der Bodenfeuchtigkeit ab als vom Kalender.

Wann ist die beste Zeit zum Pilzesammeln im Odenwald?

Besonders gute Bedingungen herrschen häufig von September bis Oktober. Entscheidend sind wiederholte Niederschläge, ausreichend feuchte Böden und passende Temperaturen. Nach einem trockenen Sommer kann sich die Hauptsaison deutlich nach hinten verschieben oder regional sehr unterschiedlich ausfallen.

Wie lange dauert es nach dem Regen, bis Pilze wachsen?

Pilze erscheinen meistens nicht unmittelbar nach einem Regenschauer. Je nach Art, Temperatur und vorheriger Bodentrockenheit können zwischen dem Regen und dem Erscheinen der Fruchtkörper mehrere Tage bis etwa zwei Wochen liegen. Ein einzelner kurzer Schauer reicht nach längerer Trockenheit meist nicht aus, weil zunächst auch tiefere Bodenschichten wieder Feuchtigkeit aufnehmen müssen.

Warum wachsen trotz Regen manchmal keine Pilze?

Dafür kann es verschiedene Gründe geben. War der Boden zuvor stark ausgetrocknet, erreicht ein Teil des Niederschlags das Pilzgeflecht im Boden möglicherweise noch nicht. Auch hohe Temperaturen, trockener Wind, ungeeignete Standorte oder die natürlichen Wachstumszyklen der einzelnen Pilzarten beeinflussen die Fruchtkörperbildung. Regen allein ist deshalb noch keine Garantie für eine gute Pilzsaison.

Welche Pilze findet man im Herbst im Odenwald?

Bei passenden Bedingungen können im Herbst unter anderem Steinpilze, Maronenröhrlinge, Hexenröhrlinge, Täublinge, Milchlinge, Parasole, Pfifferlinge und zahlreiche weitere Arten erscheinen. Welche Pilze tatsächlich wachsen, hängt vom Standort, den vorhandenen Baumarten, dem Boden und der aktuellen Witterung ab.

Ist die Pilzsaison mit dem ersten Frost beendet?

Nicht unbedingt. Leichte Fröste beenden das Pilzwachstum nicht sofort. Einige Herbstpilze können anschließend weiterwachsen, während andere Arten empfindlicher reagieren. Später übernehmen typische Winterpilze wie Austernseitlinge, Samtfußrüblinge und Judasohren. Pilze lassen sich daher grundsätzlich zu jeder Jahreszeit entdecken.

Wo kann man die aktuelle Pilzsituation im Odenwald verfolgen?

In meinem Pilzticker für den Odenwald veröffentliche ich kurze Meldungen zur aktuellen Lage. Dort findest du Einschätzungen zur Bodenfeuchtigkeit, zum allgemeinen Pilzwachstum und zu ausgewählten Funden aus der Region. Die Angaben sind Momentaufnahmen und können sich lokal deutlich unterscheiden.

Kann man sich bei der Pilzsuche auf Fundmeldungen verlassen?

Fundmeldungen zeigen, dass bestimmte Arten in einer Region bereits wachsen. Sie bedeuten aber nicht, dass dieselben Pilze in jedem Waldstück zu finden sind. Schon wenige Kilometer Entfernung, eine andere Höhenlage oder ein unterschiedlicher Baumbestand können zu völlig anderen Bedingungen führen. Zudem kann sich die Situation innerhalb weniger Tage verändern.

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